Ihr habt das Thema. Ich habe die Übung, die es im Raum sichtbar macht.
Die meisten Vorträge sind fertig, bevor jemand sie bucht. Bei mir ist es umgekehrt. Den Aufhänger suchen wir vorher gemeinsam: in Hessen waren es die neuen Mehrheiten nach den Wahlen, in einem Pharmakonzern die global verteilten Teams, bei einer Wirtschaftsförderung der Fachkräftemangel.
Darunter liegt jedes Mal derselbe Befund. Dieselbe Sache wird von den Beteiligten verschieden gelesen, und niemandem fällt es auf. Diesen Zustand nenne ich Entscheidungsnebel, und er ist das, was ich im Raum sichtbar mache.
Dafür braucht es keine Folien, jedenfalls nicht am Anfang. Das Publikum erlebt den Befund in wenigen Minuten an sich selbst. Danach sprechen wir über das, was es gerade erlebt hat, und nicht über ein Modell.

Für welche Anlässe ich den Impuls baue
Verbände und Wirtschaftsförderungen
Interne Kaderveranstaltungen
Kundenanlässe
Konferenzen und Fachtagungen
Was im Raum passiert
Bei einem globalen Anlass einer firmeninternen Agile Community in einem global tätigen Pharmakonzern haben wir nicht mit Folien angefangen, sondern mit einem Bleistift. Der Anlass war virtuell. Zwei kurze Übungen mit einfachen Zahlenreihen, und nach einer Minute war der Raum geteilt. Nicht nach Rolle, nicht nach Erfahrung, sondern nach Wahrnehmung.
Ich dachte, die anderen seien klüger als ich. Dabei haben sie nur einen anderen Blickwinkel gesehen.
Das sagte ein Teilnehmer in der Auswertung, und es blieb allen im Gedächtnis. Von da an sprechen wir über das, was gerade im Raum passiert ist: dass wir in Mustern denken, dass wir Menschen suchen, die unsere Muster bestätigen, und dass wir dabei übersehen, wer anders sieht.
Dass es so schnell geht, hat einen Grund. Das Gehirn vervollständigt Muster, bevor wir sie prüfen können, und sucht danach vor allem nach Bestätigung. An den Zahlenreihen wird das greifbar: Jede Regel, die im Raum entsteht, ist in sich stimmig, und jede erklärt dieselben Zahlen anders. Woher dieser Mechanismus kommt und was er in Führungsteams auslöst, steht in meinem Buch «Klarheit entsteht im Handeln», das im Frühjahr 2027 bei Schäffer-Poeschel erscheint.

Dasselbe im Saal, vor fünfzig Leuten
Das Innovations- und Gründerzentrum Zofingen, die regionale Wirtschaftsförderung, hatte zu einem Referats- und Podiumsanlass über den Fachkräftemangel geladen. Rund fünfzig Personen kamen ins Palass in der Altstadt. Statt zu referieren, habe ich gefragt, woran es aus ihrer Sicht liegt, und die Antworten an der Wand mitgezählt.

Nach wenigen Minuten stand das Ergebnis da. Trends und Best Practices sieben Striche, Umfeldbedingungen fünf, Organisation neun, gelebte Kultur neunzehn. Der Saal hatte sich selbst gesagt, wo er das Problem verortet.

Wie ein Anlass zustande kommt
Am Anfang steht ein Gespräch mit den Verantwortlichen, keine Themenliste. Darin suchen wir die Frage, die bei Euch gerade offen ist, und prüfen, ob darunter Entscheidungsnebel liegt. Erst daraus entstehen der Aufhänger und die Ausschreibung.
Dass sich dieser Umweg lohnt, hat sich in Hessen gezeigt. Der Hessische Städte- und Gemeindebund hatte für den ersten Durchgang mit weniger Anmeldungen gerechnet. Vierzig Bürgermeisterinnen und Bürgermeister kamen, nach Aussage des Verbands mehr als je zuvor, und er führt das auf die Ausschreibung zurück: darauf, dass die Einladung ihre Lage benannte und nicht ein Thema.
Was ich mitbringe, bleibt dabei gleich: die drei Übergänge, an denen Klarheit verloren geht, die Übungen, die das im Raum sichtbar machen, und zwei bis drei Werkzeuge, mit denen die Teilnehmenden am nächsten Tag weiterarbeiten können.
Den Anlass habt Ihr. Den Aufhänger und die Übung dazu finden wir in dreissig Minuten.
Du erzählst, was für ein Anlass es ist, wer im Raum sitzt und was dort gerade offen ist. Daraus entsteht beides. Danach weisst Du, ob es passt. Kostenfrei.